Schamanismus und die Weisheit der Elfen

Das Gesetz der Natur

Natürlich stellt sich die Frage, wie man denn in der heutigen Zeit ein Leben im Einklang mit den Naturgeistern führen kann. Sollen wir wieder in Nomadenzelten oder in Holzhütten ohne fließenden Strom und Wasser leben? Hinfort mit all den technischen Errungenschaften der Postmoderne und ohne Computer, Handy und Fernsehen leben? So mancher Möchtegernschamane äußert das lautstark, übersieht aber dabei, dass er das in einem Internetforum postet und damit die Medien, die er verdammt, selber nutzt. Also wie kann man heutzutage „Elfengefällig“ leben?

Während meiner Gespräche mit dem Feenvolk kristallisierte sich eine Maxime heraus, die ich „Das Gesetz der Natur“ nenne. Mir wurde gezeigt, wie die Natur lebt und arbeitet. Im Grunde sind es immer Zyklen. Ein Ausdehnen und Zusammenfallen oder Komprimieren. Pflanzen wachsen so, Populationen werden größer und dann wieder dezimiert. Es gibt eine Kurve „nach oben“, aber ab einem bestimmten Punkt kann nichts mehr weiterwachsen und wird wieder weniger. Das, was stirbt und zerfällt, geht wieder in die ewigen Kreisläufe zurück und liefert Rohstoffe für ein neues Werden. Das geschieht sowohl in der uns umgebenden Natur wie im Weltraum.

Der Mensch hat sich im Laufe der Zeit aus diesen Kreisläufen ausgeklinkt. Schaut man näher hin, dann sind die Gründe dafür fast immer Gier und Dummheit (im Sinne von „ich will über die Folgen nichts wissen, gebt mir einfach alles“). Nicht umsonst wird Gier in eigentlich allen Religionen als schädlich gesehen. Und genau da stehen wir heute: die Natur wird immer siegen und den Menschen dazu zwingen, wieder in ihre Kreisläufe einzugehen – notfalls auch dadurch, dass sie ihn aussterben lässt. Übrigens: diese heutige Denke vieler Menschen hat sehr viel vom Charakter eines malignen Tumors. Auch der wächst nur für sich alleine ohne Rücksicht auf Verluste. Deutlicher wird diese Paralelle zum Krebs, wenn man von der Luft aus auf eine Stadt schaut. Die ist wie ein Krebsgeschwür aufgebaut.

Der Mensch müsste eigentlich „nur“ in allen (!) Bereichen seines Lebens Biomimikry betreiben oder seine Ressourcen recyceln. Ein Beispiel mag dies verdeutlichen: der Plastikmüll stellt heutzutage ein großes Problem dar, weil er schwer verrottbar ist (=geht kaum in die Kreisläufe der Natur zurück). Naturgemäß wäre die Erfindung von schnell verrottbarem Plastik, das sich z.B. im Kontakt mit der Erde schnell zersetzt und damit in die Natur zurückgeht. Bei der Förderung von Brennstoffen ist es ähnlich, Stichwort erneuerbare Energien – die Endprodukte müssten möglichst schadlos wieder in die Natur aufgenommen werden.

Und genau da hapert es, weil der Mensch immer mehr will und nicht in der Lage ist, Konsequenzen zu überblicken oder zu ziehen. Der Geist der Gier denkt nicht an das, was kommt. Er frißt im Zweifelsfalle sogar sich selber auf. Dieser Geist steuert heutzutage offensichtlich die Politik und den Mainstream. Gewissen Politikern sieht man dieses Geistwesen förmlich an – „make whatever great again“. Übrigens ist das immer zum Untergang verdammt - auch der Krebs tötet seinen Wirt früher oder später und geht dabei selber mit zugrunde. Viele parasitäre Wesenheiten gehen wesentlich klüger vor und lassen ihren Wirt in der Regel am Leben.

Was kann man (überhaupt noch) dagegen tun? Im Grunde müsste man auf allen Ebenen radikal (und auch wieder nicht so radikal) umdenken. Wir müssten gar nicht mal in Tipis oder Höhlen leben, sondern eigentlich nur nachhaltiger mit den uns umgebenden Dingen umgehen. Handy kaputt oder alt? Dafür sorgen, dass alles davon wiederverwertet wird – das geht auch an die Industrie, denn die arbeitet zur Zeit zugunsten des Profits: nach Afrika und verschrotten, weil lohnender. Plastikflaschen im Müll? Hier sollte in verrottbares Plastik investiert werden, aber auch das kostet Geld. Es braucht Leute, auch in hohen Positionen, die die ineinandergreifenden Kreisläufe der Natur verstehen und weise genug sind, um die Konsequenzen verschiedener Handlungsweisen zu erkennen.

Die Natur ist gnadenlos. Was sich ihrem Gesetz entgegenstellt, wird gehen.