Schamanismus und die Weisheit der Elfen

Der Feentanz - das Ritual

Der Feentanz ist ein schamanisches Ritual, bei dem die Grenzen zwischen dem Feenreich und der Welt der Menschen zeitweise geöffnet sind und sich beide Welten wieder verbinden. Im Laufe der letzten Jahrhunderte waren sie duch den Einfluß von Großreligionen und dem übermäßigen Glauben an die Naturwissenschaften getrennt worden

Der Feentanz findet in der Regel (außer das Wetter oder andere Umstände geben ein "Indoorritual" vor) an einem passenden Platz in der Natur statt. Ein Altar für die Naturgeister wird errichtet, später werden die Teilnehmer des Rituals dort kleine Geschenke ablegen. Manchmal öffne ich ein Tor, das zu Anfang des Feentanzes von den Teilnehmenden durchschritten wird. Der Platz selber ist dann das Feenreich, das heißt: während der "Tanzveranstaltung" selber sind wir alle in der „Anderswelt“.

Vor dem Öffnen des Tores und dem Feentanz erzähle ich die Geschichte und die Hintergründe des Rituals, wie es entstand und was es für einen Sinn hat und wie es abläuft. Danach gibt es eine kurze Pause, in der ich mich zurückziehe und vorbereite. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt komme ich zum Ritualplatz und öffne das Tor. Ich lege nach und nach eine Kette, einen Umhang und schließlich eine Krone an, und dabei tritt der alltägliche Matthias Riemerschmid zurück und überlässt einem Wesen, das man Oberon nennen kann, im wahrsten Sinne des Wortes das Zepter. Das heißt: in diesem Ritual ist ein Feenkönig anwesend. Die Verwandlung meinerseits in ihm geschieht schrittweise, komplett ist sie, wenn ich die Krone aufsetze.

Koenigspaar

Einheit zwischen Feen und Menschen

Meist kurz vor dem Aufsetzen der Krone, wenn die Energie schon „steigt“, gebe ich ein Zeichen, dass die Teilnehmer nun einzeln vor den Altar treten und ihre Geschenke darbringen können. Das können Steinchen, Kekse, Whisky, kleine Federn und ähnliches sein, man kann dabei laut zu den Feen sprechen, man kann sich still verbeugen, man kann singen oder man kann einfach eine Weile vor dem Altar stehen. Eines ist wichtig: der Feentanz hat zwar ein paar Fixpunkte im Ritualverlauf, aber vieles kann und soll auch spontan, aus dem Bauch heraus und „aus Spaß an der Freud“ stattfinden. Eine bierernster Feentanz ist „nix Gscheits“

Wenn alle ihre Gaben dargebracht haben, verteilt Oberon im Gegenzug Geschenke der Feen an die anwesenden Menschen. Das kann eine Heilbehandlung oder ein ausführliches Betrachten des Gegenübers sein, das können aber auch Possen und Scherze sein, um die Leute zum Lachen zu bringen. Naturgeister haben oft einen schrägen und eindeutig-zweideutigen Humor, es kommen durchaus auch phallische Gesten oder Manöver mit dem Zepter vor. Manchmal gibt Oberon direkte Anweisungen. Ich selber weiß das nie im Voraus und kann nicht genau sagen, was geschehen wird. Wichtig ist hierbei: Teilnehmer können auch eine Behandlung verweigern und dies durch eine Geste signalisieren. Mein alltäglicher Anteil ist immer noch so weit präsent, um das mit zu bekommen (es kann durchaus Leute geben, denen z.B. die Fruchtbarkeitssymbolik zu derb ist, das kann ich dann runterregeln).

Das Ritual heißt nicht umsonst Feentanz, denn das ganze Naturgeistervolk ist eingeladen und mit dabei. Im Grunde steigt trotz der gebotenen Ernsthaftigkeit eine dicke Party und das Feenvolk amüsiert sich "königlich". Beides – diese unbändige Freude, der „Bliss“ (Wonne, man denke an die Rune Wunjo) und die Ernsthaftigkeit laufen während der „Feenzeit“ widerspruchsfrei nebeneinander her und verquicken einander sogar. Ich nenne es den "paradiesischen Urzustand" und habe dabei selber das Gefühl, alle geistigen "Korsette" der Menschenwelt abgelegt zu haben und frei zu sein. Eigentlich will ich gar nicht mehr aus diesem Zustand zurück.

Irgendwann „fällt“ die Energie wieder und ebbt ab, und ich lege nach und nach Krone, Umhang und Kette ab und löse das Ritual langsam auf. Die Geschenke an die Naturgeister werden, wenn möglich, in der Natur gelassen. Ein anschließendes Essen erdet die Teilnehmer und holt sie wieder in den Alltag zurück. Ich trage danach für einige Zeit noch die Kette, und so lange kann mir noch Fragen stellen oder Feedbacks geben. Wenn ich die Kette ablege, ist die "Sprechstunde danach" vorbei.

Der Feentanz kann – je nach Teilnehmerzahl – von einer bis zu mehreren Stunden dauern. Auch das ist schwer vorhersagbar.

Das Ritual ist im Grunde für jeden geeignet, der zumindest offen für ein schamanisches bzw. animistisches Weltbild und willens ist, dem Feentanz beizuwohnen. Das Ritual ist „offen“, das heißt, man kann den Kreis auch verlassen, wenn es einem zu viel wird. Fotografieren ist während dem Feentanz nicht erwünscht. Nicht geeignet ist das Ritual für Menschen mit psychiatrischen Vorerkrankungen aus dem Formenkreis der Psychosen. Hierbei ist insbesondere die Schizophrenie gemeint. Generell sollten Leute, die die Tendenz haben, sich zu sehr in anderen Welten aufzuhalten und den Alltag zu vernachlässigen, schamanische Rituale meiden.

Geschäftliches

Grundsätzlich kann man mich für einen Feentanz auch anmieten. Erfahrungsgemäß ist es aber so, dass "meine" Elfen bei der Durchführung das letzte Wort haben. Es ist schon mal vorgekommen, dass ich gerne einen Feentanz gemacht hätte, aber die Verbündeten strikt dagegen waren. Das heißt: es wird nicht immer eine Zusage geben. Wer sich vorstellen kann, dass ich in seinem Seminarhaus oder während einer Veranstaltung einen Feentanz abhalten sollte, kann sich mit mir in Verbindung setzen.

Zum Preislichen: eventuelle Reise -und Übernachtungskosten sind vom Veranstalter zu übernehmen, ansonsten läuft das Ritual auf Spendenbasis (ein Hut oder ein "Wunschbrunnen" wird während dem Feentanz ausgelegt). Man sollte bedenken: es ist ein Geschenk der Naturgeister an die Menschen und gleichzeitig auch eine wichtige Chance. Wer es nicht wertschätzen kann, dass während einiger Stunden das Gute Volk wieder auf Tuchfühlung mit den Menschen ist und ihnen Rat und Hilfe angedeihen lässt, der soll lieber nach Peru oder Sibirien oder zu einem überteuerten Esoterikseminar gehen.

Die Rückkehr der Feen

Was für einen Sinn und Zweck hat der Feentanz?

Momentan ist die „Datenlage“ noch sehr dünn, da es das Ritual noch nicht lange gibt, aber einiges lässt sich schon sagen: