Schamanismus und die Weisheit der Elfen

Erde

Das Reich der Erde liegt in der europäischen Tradition im Norden. Ihre Jahreszeit ist der Winter, und ihr Herrscher wird Ghob genannt. Die Erdgeister sind in den hiesigen Märchen recht bekannt, denn dort sind sie als Gnome, Zwerge oder Heinzelmännchen bekannt. in meiner Heimat gibt es die "Venedigermandln", die in Erdschächten Bodenschätze abbauen. In meiner Heimatstadt wurde bis 1966 unterirdisch Kohle gefördert, und auch die Bergleute damals hatten Vorstellungen von Erdgeistern in den Schächten. Manche nannten sie "Klopfer", andere "Stinker", soweit ich weiß, warnten manche dieser Geister die Kumpel vor dem gefährlichen Gasen oder Sauerstoffmangel.

Die Erdgeister haben viel mit Gold, Silber und Steinen (Steinheilkunde!) zu tun. Jeder kennt die sieben Zwerge im Disney-Film Schneewittchen, welche Edelsteine aus der Erde holen. Der Kontakt zu Zwergen, Gnomen und ähnlichen Geistwesen beschert oft (finanziellen) Reichtum. Wenn man dem Hauswichtel regelmäßig etwas Bier oder Milch opfert, geht es allen im Haus gut. Meine Mutter erzählte mir einmal von einem Traum, in dem ein Gnom, wie sie es nannte, sie finanziell beraten wollte.

Die Geister der Erde sind sehr bodenständig und helfen einem beim Manifestieren und Umsetzen von Vorhaben. Auch Hausarbeiten wie Putzen und Kochen gehen leichter von der Hand, wenn man sie davor um Hilfe bittet (das kommt übrigens in vielen Märchen vor). Bei Geldzaubern kann man sich an sie wenden, weil sie das System Geld recht gut verstehen (wobei das eher auf handfeste Münzen und Geldscheine zu beziehen ist). Auch in der Handwerkskunst macht es Sinn, sich mit den Zwergen zu verbünden. In den nordischen Sagen gelten sie als in der Schmiedekunst unübertroffen (aber auch die Elfen sind vortreffliche Schmiede, Wieland wurde z.B. als einer ihrer Könige angesehen). Mir ist heute noch ein Schmied bekannt, der mit den Erdgeistern arbeitet und wunderschöne Arbeiten kreiert.

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