Schamanismus und die Weisheit der Elfen

Elfen, Zwerge, Trolle und co.

Wie sie vielleicht schon festgestellt haben, sind Elfen und Naturgeister auf dieser Website sehr präsent. Allerdings vermittle ich ein anderes Bild als das, was die meisten Menschen unter Feen oder Elfen im Kopf haben. Die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vorstellungen, die auf den britischen Inseln vorherrschten und die Legenden über die Tuatha de Danaan kommen wesentlich näher an das heran, was „wir“ sind.

Feen und Elfen sind eigentlich Naturgeister. Hier greift die Geschichte der Tuatha de Danaan (folgend nur noch als T. bezeichnet) aus der keltischen Mythologie sehr gut, weil man T. als „Volk/Kinder der Dana/Danu“ übersetzen kann. Dana oder Danu wird als eine Erdgöttin gesehen. Spannend ist der Hinweis in dem Buch „Nebenwelt“ vom Maple Tree Verlag, dass die Dana eventuell mit Flüssen und Gewässern assoziiert wird. Hier bitte auch an das von mir erwähnte Märchen von Frau Holle und die keltische Sitte, Opfergaben in Gewässer oder Schächte zu geben, denken! In der keltischen Mythologie gelten Gewässer und Brunnen oft als Pforten in die Geisterwelt. Das heißt, die T. können als Kinder der Erde bezeichnet werden, was durchaus als Naturgeister angesehen werden kann, zumal die Menschen (im Mythos als Milesier bezeichnet) erst später kamen.

Die T. galten als zauberkräftiges und starkes Volk, das die Femorier, die vielleicht als Riesen oder Chaoswesen zu bezeichnen sind, vertrieb und die Welt ordnete. In der nordischen Mythologie gibt es eine Entsprechung, in der die Götter den Urriesen Ymir erschlugen und aus ihm die Welt erschufen. Man kann das als Ordnung des Chaos verstehen, etwas, was Naturgeister tatsächlich können. Sie sorgen dafür, dass sich die Natur und ihre Manifestationen ordnungsgemäß „nach Bauplan“ entfalten. Das erklärt auch, warum die Elfen früher als halbgöttlich gesehen wurden.

Mit der Ankunft der Milesier kam es zu Territorialkämpfen, und letzten Endes handelte man einen Kompromiss aus: Die Milesier durften „über der Erde“ wohnen, während die T. „unter die Erde“ gingen. Das entwickelte sich später zu den Sagen von den Feenhügeln, in denen das Elfenvolk lebte. Mit der Zeit kam es zu einer Art „Verniedlichung“ der T., sie wurden zuerst zu den Sidhe (gesprochen: Schii), was allgemein als „Geister“ übersetzt werden kann, und später wurden daraus die Feen und Elfen, das “Kleine Volk“. Shakespeare mit seinem Sommernachtstraum half mit, das Bild von den winzigen Wesen mit Libellenflügeln zu transportieren. Allerdings ging das Ganze auch mit einer Unterschätzung der Feen einher. Heute finden die meisten sie niedlich, süß, sexy, knuffig und betrachten sie als Clowns oder Spielkameraden. Von den T. wissen nur noch sehr wenige Menschen.

Als einer der ihren kann ich nur sagen: will man sich wirklich mit den Feen verbünden, dann sollte man die Verniedlichungen weglassen und ihnen auf Augenhöhe entgegentreten. Nur so ist eine echte Beziehung möglich. Alles andere dient nur dem Egoismus des Menschen, und gerade das ist heutzutage zu überwinden, wenn man die Botschaft der Naturgeister wirklich hören will.

Es folgen nun noch einige Bemerkungen zu den verschiedenen Arten von Naturgeistern. Wenn Sie mehr wissen wollen, dann lesen Sie bitte in meinem kommenden Buch. Das Beste ist immer noch die Praxis! Hier können Sie lernen, wie es geht.

Das Bild von kleinen, neckischen und harmlosen Naturwesen wird auf vielen Websites und in vielen Seminaren transportiert. Oftmals wird der Wunsch des Menschen nach Licht und Liebe in teilweise sehr klebrige Avalon-Phantasien gekleidet, was verständlich ist, aber meiner Erfahrung nach echter Arbeit mit Naturgeistern abträglich ist. Die Tuatha de Danaan tragen helle und dunkle Seiten in sich, es gibt uter ihnen freundliche, aber auch nicht so freundliche Exemplare. Früher wußte man das und huldigte beiden Seiten. Die heutige "Schlagseite" ins Lichtige macht die Dunklen erstens unleidlicher, und zweitens ist auch das natürliche Gleichgewicht nicht mehr gegeben. Sowohl Leute wie Roland Kirk, ein schottischer Priester (!), der Kontakt zum Feenvolk hatte, wie auch viele alte Feenmärchen, erzählen von zwei "Lagern" im Feenreich, die "Courts" genannt werden. Die "Seelie" sind die freundliche, den Menschen eher zugewandte Feenfraktion, während die "Unseelie" die "bösartigeren" Feen sind, die die Menschen mit Gleichgültigkeit bis blanken Hass betrachten. Zum besseren Verständnis charakterisiere ich kurz beide Seiten:

Die Seelie

Die Unseelie


Und wie kann man mit den Naturgeistern schamanisch arbeiten?

Schamanische Arbeit mit Naturgeistern